Microsoft hat trotzdem keinen Grund zum Durchatmen

Steht der Firefox-Browser vor dem Aus?

Jahrelang hat Mozilla mit seinem Browser Firefox Microsoft einige graue Haare geschert. Nach einer alleinigen Vorherrschaft kam der vermeintlich kleine Konkurrent dank Schnelligkeit und Sicherheit nach vorne. Während andere Konkurrenten locker weggeblockt werden konnten, schlängelte sich der Fuchs durch die Internetreihen und machte ordentlich Boden gut. Nicht genug, um IE einzuholen, aber weit genug, um dem Goliath mächtig an Marktpräsenz zu stehlen. Und selber gut davon zu leben.

Noch immer steht Firefox gut da und freut sich über große Beliebtheit.
Der Browser ist die Nummer zwei und für viele mehr als nur eine IE-Alternative.

Doch im Rücken lauert schon der große Konkurrent, der teilweise schon als Nummer zwei geführt werden soll. Sich zumindest anschickt Firefox vom zweiten Platz zu verdrängen. Mir ordentlich Manpower im Rücken. Googles Chrome-Browser (den ich selber seit gefühlten Ewigkeiten verwende) hat mächtig Marktanteile ergattert. Das klare Design und die schnelle Performance haben einen Schub bedeutet.

Seitdem Google immer mehr weg vom reinen Suchmaschinenriesen hin zum Onlineanbieter geht, finden sich echte Google-Jünger im Netz.
Die NATÜRLICH Chrome nutzen und den Google-Browser dementsprechend weiterempfehlen.

Für Microsoft ist es natürlich schön, wenn sich zwei Konkurrenten gegenseitig Marktanteile wegnehmen. Solange sie sich ihre Marktanteile fast ausschließlich vom eigenen IE klauen.

Richtig spannend dürfte es 2012 trotzdem werden.
Denn wie der Spiegel berichtet, dürfte Mozilla demnächst ernste Probleme bekommen.
Haupteinnahmequelle war in den letzten Jahren nämlich ausgerechnet Google, der einen langjährigen Vertrag mit Mozilla wegen Firefox hatte und damit über 100 Millionen Dollar in die Kassen spülte. Dieser Vertrag ist im November 2011 ausgelaufen. Wie es weitergeht, ist bisher nicht bekannt. Selbst, wenn Google sein Engagement verlängert, dürften die Einnahmen für Mozilla nicht mehr so hoch sein.
Schließlich möchte Google seinen Chrome in Position bringen.

Aus wirtschaftlichen Gründen auch gern mit der Prämisse einen Konkurrenten aus dem Markt zu kegeln, indem man ihm den „Geldhahn zudreht“.
Wie lange könnte der Firefox dann in der bisherigen Form bestehen oder tun sich andere Einnahmequellen auf?

Für Microsoft ist diese Entwicklung jedoch alles andere als beruhigend.
Denn Google Chrome holt enorm auf und dürfte auch im nächsten Jahr weiter wachsen.
Dann muss sich Microsoft nicht nur mit einem Browser befassen, der ein paar Marktanteile stiehlt, sondern der die Vormachtstellung angreift. Als global Player. Mit Chromebooks in der Hinterhand und einem breiten Portfolio.

Microsoft muss sich warm anziehen oder was meint Ihr?
Welchen Browser nutzt Ihr und wer gewinnt den Browserkampf?

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