WiMP

Spotify-Konkurrent?

Musikstreaming boomt im Moment. Gerade Spotify hat mein Herz erobert und ich habe allen Freunden, die es wissen wollten den Dienst empfohlen, um Musik zu hören. Man braucht damit eigentlich keine Musik mehr kaufen. Man hört seine Playlisten und Lieblingskünstler und ganz neue Interpreten, kann sie mit Freunden teilen und das von überall. Meine gigantische Musiksammlung muss ich so nicht mehr mit irgendwelchen Clouddiensten synchronisieren.Doch Spotify ist nicht allein auf dem Markt. Im letzten Monat ist noch ein neuer Dienst auf den Markt gekommen. Aus Norwegen hat WiMP nach Deutschland expandiert. Dabei weist WiMP bereits 350.000 zahlende Kunden in vier Ländern auf. 16 Millionen Songs befinden sich in der Datenbank.

Gerade bei der Songauswahl nehmen sich die bekannten Streamingangebote nichts mehr. Der große Unterschied zu den anderen Plattformen sind die Empfehlungen der WiMP-Redaktion. Diese stellen themenspezifische Playlisten zusammen, wie zum Beispiel komplette Liedsammlungen für das Berlin Festival 2012. Was natürlich extrem cool ist. Wenn ich mich auf ein Festival vorbereite, sammel ich mir auch jedes Mal Musik von allen Bands zusammen, um unbekannte Perlen aufzuspüren und mich perfekt vorzubereiten und einzustimmen. Diese Arbeit wird mir so abgenommen. Da die deutsche Redaktion in Berlin sitzt, darf man erwarten, dass sich in den Playlisten auch gerade in Deutschland angesagte Bands befinden.

Wie auch bei Spotify kann man seinen Account natürlich auch mit Facebook verknüpfen und so auch die Empfehlungen der eigenen Freunde genießen. Zudem gibt es Apps für iOS, Android, Windows Phone, Squeezebox und Sonos. Songs können für unterwegs zudem offline gespeichert werden. Dafür musst du aber das Premiumabo (9,99 Euro) buchen. Für 4,99 Euro gibt es auf dem PC und Mc unbegrenzten Musikgeschmack. Eine kostenlose Variante (die 30 Tage-Testversion ausgeschlossen) vermisse ich leider. Dafür gibt es keine Werbung.

Optisch erinnert WiMP ein wenig iTunes. Helle Farben. Alles ist in weiß und grau gehalten mit viel Freiraum. Sehr schön und übersichtlich. Für meinen Geschmack sind manchmal ein wenig zu viele Boxen auf der Seite, aber passt schon. Ich mag das puristische, das auf das Wesentliche geschrumpft wurde.

Ich kann WiMP durchaus empfehlen, bevorzuge aber trotzdem Spotify. Allein wegen der kostenlosen Mitgliedschaft. Wer aber bereit ist Geld für sein Musikabo auszugeben und eine nette Oberfläche sowie viele Apps wünscht, der sollte sich WiMP mal genauer anschauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.