Was die USA im Sportgaming Deutschland voraus haben

Früher habe ich morgens im Büro erstmal meine Mails gecheckt und den Vormittag damit zugebracht auf die Noten vom Kicker zu warten, um zu sehen, wie erfolgreich meine Managerspiel-Mannschaft tatsächlich im Vergleich mit meinen Kumpels in der Liga performt hat.

Heute checke ich schon morgens im Bad mit dem Smartphone die finalen Punkte meines NFL Fantasy Football-Teams. Schon Sonntagabends habe ich die App einige Male aufgerufen und mir die aktualisierten Punkte angeschaut.

Das zeigt, wie sich die Zeit entwickelt hat.

Nicht nur technisch mit dem Wechsel zu mobile most (noch nicht nur mobile only, aber schon lange nicht mehr nur mobile first). Vor allem aber auch, was den Sport-Gaming-Entertainment Bereich angeht.

Wir sind nicht mehr nur von irgendwelchen teilweise gefühlt wahllosen Noten der einzelnen Spieler abhängig. Tatsächlich greifen harte Fakten. Amerikaner lieben Fakten während ihrer Sportübertragungen und die Gaminganbieter adaptieren diese gekonnt. Damit sind die Punkte fairer und nachvollziehbarer.

Das ganze geschieht dann sogar in Echtzeit, so dass man schon während der Konferenz(en) die Entwicklungen sieht und noch mehr mitfiebern kann. Egal, ob man die Spieler, die man da aufgestellt hat wirklich kennt oder eben nicht (so wie ich, was NFL angeht).

So macht das ganze noch mehr Spaß.
Zumindest was Fantasy Football der NFL angeht.

Denn sowohl comunio als auch Kicker greifen noch immer auf subjektive Benotungen ihrer Redakteure zurück, die nur um ein paar Fakten (Tore, Platzverweise etc.) ergänzt werden. Darüber hinaus ist es dem Schlachtschiff Kicker bis jetzt nicht gelungen eine eigene – und vor allem sinnvolle – App für sein so populäres Managerspiel zu bauen.
So verlieren sie den internationalen Anschluss und mittelfristig auch ihre User, sobald ein Player endlich die Bewertungslogik der USA in Deutschland aufgreift.

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